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Programm
Angel-A PDF Drucken E-Mail
10.08.2006

Frankreich 2005
90 min., S/W
R: Luc Besson
B: Luc Besson
D: Rie Rasmussen, Jamel Debbouze, Gilbert Melki, Serge Riaboukine u.a.

ImageWas für ein Mann und was für eine Frau! Ein verzweifelter, lebensmüder Ganove trifft auf einen attraktiven, gefallenen Engel. Ausgerechnet auf einer Brücke, von der sich beide gerade in die Seine stürzen wollten. Supermodell und Gucci-Gesicht Rie Rasmussen, hochgewachsen und sehr sexy, spielt den Schutzengel des kleinwüchsigen Gangsters André, der mit anrührender Komik von Ex-Stand-up Comedian Jamel Debouzze verkörpert wird. Und was für ein Paris! Der Himmel über der Stadt taucht die unzähligen Seinebrücken in strahlendes Schwarz/Weiß. Eine Liebeserklärung des Regie-Zauberers an seine Heimatstadt.

Letzte Aktualisierung ( 07.09.2006 )
 
Bis 23.8.: Workingman´s Death (auch 22 Uhr ausser Fr+Sa) PDF Drucken E-Mail
10.08.2006
Deutschland/Österreich 2005
122 min.
R: Michael Glawogger
P: Pepe Danquart
K: Wolfgang Thaler

ImageDokumentarfilm über Schwerstarbeiter in der Ukraine, Indonesien, Nigeria, Pakistan und China. Glawoggers Film „macht einen existenziellen Aspekt des Lebens sichtbar, von dessen Härte in fernen Teilen der Weltgesellschaft Dienstleistungs-Werktätige ebenso weit wie von der Herstellung ihrer Lebensmittel entfremdet sind, und führt an Orte, wo die körperliche Arbeit die Menschen täglich gefährdet. (…) Er wolle, sagt Michael Glawogger, »den Arbeiter zum Helden machen, ohne dass ich etwas von ihm will«. Man könnte diese Haltung Liebe nennen. Auch Wolfgang Thalers Kamera zeugt davon. Er muss selbst ein Held der Arbeit geworden sein, wie er im Akkord mit dem indonesischen Schwefelträger durch die stinkende Hitze hetzt oder durch die engen Schlachthofgassen mit den nigerianischen Männern, die riesige Fleischfetzen wie Kleider über Schultern und Leib zu den wartenden Autos tragen.“ (Christiane Grefe in Die Zeit)

Letzte Aktualisierung ( 30.08.2006 )
 
Transamerica PDF Drucken E-Mail
01.08.2006

USA 2005
103 Min.
R+B: Duncan Tucker
D: Felicity Huffman, Kevin Zegers, Fionnula Flanagan, Graham Greene


Transamerica PosterTragikomödie.

Bree schlägt sich mit zwei Jobs durch und spart jeden Penny für ihre endgültige operative Geschlechtsumwandlung von Mann zu Frau. Eines Tages bekommt sie einen Anruf aus New York, ein junger Mann namens Toby, der seinen Vater sucht, gibt sich, ohne es zu wissen, als ihr Sohn zu erkennen. Bree hatte sich vor Jahren sexuell als Mann zu betätigen versucht. Ihre Psychiaterin knüpft die Zusage zur Geschlechtsumwandlung an die Bedingung, dass sie sich um ihr Kind kümmert. Bree fliegt nach New York und holt Toby aus dem Jugendgefängnis. Toby, der sie für eine christliche Missionarin hält, möchte sich gleich von ihr losmachen und nach Los Angeles trampen. Bree überredet ihn, die Fahrt mit ihr zu machen, plant jedoch heimlich, ihn unterwegs beim Stiefvater abzusetzen. Es folgt ein komisch anrührender, zum Teil skurriler Roadmovie, in dem es um familiäre Beziehungen und den Unterschied der Geschlechter geht, und darum, was man vom Leben erwarten darf.

Felicity Huffman wurde 2006 als beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert.

Letzte Aktualisierung ( 10.08.2006 )
 
Syriana PDF Drucken E-Mail
12.07.2006
(USA 2005, 128 Min.)
R, B: Stephan Gaghan
D.: George Clooney, Matt Damon, Amanda Peet, Christopher Plummer

ImageLinkskritisch orientierter Politthriller um die Machenschaften im internationalen Ölgeschäft -  mit komplexer Verwicklung von Handlungssträngen. George Clooney als altgedienter CIA-Killer erlebt, wie sein Leben aus den Fugen gerät. Eine Rakete verschwindet im Iran, doch der CIA hat andere Probleme: der liberal eingestellte Erbnachfolger eines Ölscheichs macht an der amerikanischen Ölindustrie vorbei Geschäfte mit China und soll deshalb umgelegt werden. Bei der Fusion eines amerikanischen Ölriesen mit einer kleineren Firma, die einen Ölfördervertrag mit Kasachstan abgeschlossen hat, wittert die Justizbehörde Bestechung. Die entlassenen Arbeiter werden zu Terroristen. Nach "Traffic" thematisiert Regisseur Gaghan den Terror im Nahen Osten. Alles hängt mit allem zusammen. Clooney erhielt den Oscar für die beste männliche Nebenrolle.
Letzte Aktualisierung ( 10.08.2006 )
 
Capote PDF Drucken E-Mail
12.07.2006
(USA 2005, 114 Min.)
R.: Bennet Miller
B: Dan Futterman
D.: Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Chris Cooper

CapoteDer exzentrische Schriftsteller Truman Capote (Frühstück bei Tiffany) - hervorragend gespielt von Philip Seymour Hoffman, der dafür als bester männlicher Hauptdarsteller einen Oscar erhielt! - fährt im Auftrag der Zeitschrift ?The New Yorker? aufs Land, um über den brutalen Mord an einer Familie zu berichten. Doch der Einbruch des Unbegreiflichen in das biedere provinzielle Leben wird dem décadent aus der Weltmetropole zum Stoff für ein neues literarisches Genre: den dokumentarischen Roman. Der schwule, intellektuelle Capote, der mit einer hohen Fistelstimme sprach und in dieser am liebsten ironisch-sarkastische Anekdoten erzählte, wird durch seine offenkundige Andersartigkeit zunächst in der Investigation behindert. Doch dann findet er gerade in ihr das Mittel, über die Zurschaustellung von Mitgefühl Vertrauen zu erwecken. Dies schlägt vor allem bei einem der beiden gefassten Täter an, den er anfängt, regelmäßig im Gefängnis zu besuchen. Der Film untersucht die moralische Zweideutigkeit dieser Situation: für den Verurteilten wird der Schriftsteller zum Seelenfreund und Begleiter auf seiner letzten Wegstrecke. Doch hinter seinem Rücken täuscht dieser ihn und nutzt ihn aus, um einen Sensationsroman zu schreiben.
Letzte Aktualisierung ( 10.08.2006 )
 
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