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Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte Drucken E-Mail
ImageOT: Gainsbourg (vie héroïque)
Frankreich 2009, 122 Minuten
Regie: Joann Sfar
Drehbuch: Joann Sfar
Kamera: Guillaume Schiffman
Schnitt: Maryline Monthieux
Musik: Olivier Daviaud
Darsteller: Eric Elmosnini, Lucy Gordon, Laetitia Casta, Doug Jones, Anna Mouglalis, Sara Forestier, Claude Chabrol
Web: www.gainsbourg-derfilm.de

Vielleicht ist es passend, dass ausgerechnet ein Comiczeichner einen biographischen Film über das wilde, überdrehte Leben von Serge Gainsbourg gedreht hat. Joann Sfar gelingt es in seinem Regiedebüt über die französische Legende, oft über das konventionell biographische hinauszugehen, wobei sicherlich allein Beziehungen mit Brigitte Bardot und Jane Birkin und das berühmte Liebeslied Je t’aime (moi non plus) ausreichend Stoff für einen faszinierenden Film gewesen wären.
 

PRESSESTIMMEN

Regisseur Joann Sfar verwandelt Gainsbourgs Leben in eine wunderbare Tragikomödie mit surrealistischem Einschlag.
Der Spiegel

Frankreich, deine Idole: Nach der Piaf und Coco Chanel bekommt Serge Gainsbourg seine filmische Hommage - und die ist richtig klasse. ...mit vielen hübschen Ideen, die diesen unterhaltsamen Film wohltuend von den brav erzählten Biopics dieser Welt abheben.
BRIGITTE


FILMKRITIK


In Deutschland ist Serge Gainsbourg zwar bekannt, seine Berühmtheit reduziert sich jedoch auf ein paar Skandalsongs und etliche Affären. Allein um zu erfahren wie viel komplexer, auch zerrissener das Leben Serge Gainsbourg war, lohnt sich Joann Sfars Regiedebüt Gainsbourg, das im Deutschen den recht beliebigen Untertitel Der Mann, der die Frauen liebte trägt, Im Original den wesentlich evokativeren Zusatz vie heroique. Womit schon ein bedeutender Aspekt von Film und Leben angedeutet wird, die Fähigkeit Gainsbourgs, sich über seine Verhältnisse, seine Herkunft, sein Aussehen zu erheben und zum gleichermaßen verfemten und geliebten Idol Frankreichs zu werden.

Das Gainsbourgs Leben nicht immer rosig war, wird von Anfang an deutlich. Geboren 1928 als Lucien Ginsburg, Sohn russischer Juden und als solcher nicht nur im Frankreich der 30er stets mit seiner Herkunft konfrontiert, beginnt Gainsbourg seine künstlerische Laufbahn als Maler. Die Musik, die Arbeit als Barpianist ist zunächst nur Mittel zum Geldverdienen. Erst Ende der 50er Jahre beginnt Gainsbourgs Karriere als Chansonier, der für etliche Sängerinnen Songs schreibt, darunter auch den Siegersong des Grand Prix de la Chanson 1965.

Letzte Aktualisierung ( 20.01.2011 )
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Banksy - Exit Through The Gift Shop Drucken E-Mail
ImageGroßbritannien 2010, 86 Min.
Regie: Banksy
Web: www.alamodefilm.de

Der englische Street Art-Star Banksy, bekannt durch seine subversiven Graffitis und Kunstaktionen, erweitert sein Repertoire und legt erstmals einen Film vor. Das Doku-Feature von und über den Künstler, den noch niemand zu Gesicht bekommen hat, mutiert in seinem Verlauf zu einer gelungenen Satire über die Kommerzialisierung des Kunstbetriebes und zeigt, wie schnell jemand zum Künstler ernannt werden kann, wenn er nur verrückt genug ist und es ein wenig geschickt anstellt.
 

PRESSESTIMMEN


Doku? Kunstprojekt? Egal. Faszinierend.
KulturSPIEGEL


FILMKRITIK


Banksy, der weltbekannte Street Art-Künstler, inszenierte mit „Exit Through The Gift Shop“ einen Film, der raffiniert zwischen amateurhafter Dokumentation und Mockumentary wechselt. Die Aufnahmen eines verrückten Franzosen aus Los Angeles, der sich mit naiver Begeisterung in die internationale Street Art-Szene stürzt, landen angeblich bei Banksy, der sie darauf im zweiten Teil zur humorvollen Demontage des Kunstbetriebes montiert. „Ein Film über einen Mann, der versucht hat, einen Film über mich zu drehen“, so beschreibt Banksy seinen ersten Spielfilm.

Banksy ist ein international gefeierter Street Art-Künstler. Bekannt sind seine Schwarzweißbilder von sich küssenden Polizisten und Straßenka?mpfern, die mit Blumen um sich werfen. Im Westjordanland bemalte der Brite die monströse Mauer der Israelis mit künstlerischen Durchbrüchen. Mittlerweile sind seine Guerilla-Arbeiten, die in meist nächtlichen Aktionen mit unterschiedlichsten Materialien im Öffentlichen Raum erstellt wurden, in Museen wie dem MoMA oder der Tate Modern zu sehen.

Wie Street Art selbst spielt auch „Exit Through The Gift Shop“ mit der Wahrnehmung der Zuschauer. Aber wie realisiert man mit den Mitteln des (in seiner Produktion wesentlich aufwändigeren) Films etwas anscheinend Beiläufiges, das im Alltäglichen gründet? Der erste (Spiel-?) Film Banksys sieht erst einmal aus wie eine Dokumentation: Wir erleben den französischen Boutiquenbesitzer Thierry Guetta aus Los Angeles, der schon immer alles gefilmt hat, was ihm vor die Linse kam. Als er irgendwann Street Art entdeckt, weil der bekannte Künstler Invader sein Neffe ist, dringt er immer mehr in die Szene rein, lernt viele der Stars wie Shephard Fairey kennen und findet in dieser Dokumentation ein Ziel für die emsige Aufnahme seiner Umwelt.

Letzte Aktualisierung ( 09.01.2011 )
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Mammuth Drucken E-Mail
ImageFrankreich 2010, 92 Minuten
Regie: Benoît Delépine & Gustave Kervern
Darsteller: Gérard Depardieu, Yolande Moreau, Isabelle Adjani, Miss Ming, Benoit Poelvoorde, Albert Delpy
Web: www.x-verleih.de

Sind das nicht die schönsten Rollen, in denen Schauspieler einfach so sein dürfen, wie sie sind? Gérard Depardieu jedenfalls empfand dies so, nachdem er in der höchst schrägen Komödie von Benoît Delépine und Gustave Kervern der zottelige Ex-Schlachter Serge Pilardosse sein durfte. Unterwegs auf einem alten Motorrad fährt er an Orte seiner Vergangenheit und lernt, auch neue Seiten an sich selbst, vor allem aber die Liebe zum Leben zu entdecken.
 

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Melancholisches Roadmovie in grobkörnigen Bildern und voll mit boshaftem, absurdem Humor. Der unkaputtbare Gerard Depardieu mal wieder in bester Form.
KulturSPIEGEL

Seltsam, sozialkritisch und vor allem sehr komisch.
Stern


FILMKRITIK


Da sitzt er nun vor einem 2000-Teile-Puzzle, das ihm die Kollegen aus der Schlachterei zum Abschied in den Ruhestand geschenkt haben. Zeit dafür hätte Serge Pilardosse (Gérard Depardieu) ja nun. Doch puzzeln ist nicht Sache des tumb wirkenden Kolosses, der von seiner Statur und seinen langen fettigen Haaren ganz an Mickey Rourkes Figur „The Wrestler“ erinnert. Die Äußerlichkeit scheint jedoch nicht die einzige Gemeinsamkeit mit dem in seiner eigenen Welt gefangenen Oldie zu sein. Auch mit seiner Zukunft weiß der ausgebrannte Hüne nicht viel anzufangen. Schon an seinem ersten Tag als Rentner widerfahren ihm seltsame Dinge und ist zu erahnen, dass die plötzliche Freiheit und reichliche Freizeit ihm und seiner resoluten wie missmutigen Frau (Yolande Moreau) eher Konflikte denn Freude über gemeinsame Stunden bringen wird.

Da trifft es sich gut, dass Pilardosse von der Rentenbehörde geraten bekommt, Verdienstbescheinigungen früherer Arbeitgeber beizubringen, auch wenn sich dies bei all den lausigen Aushilfsjobs und windigen Chefs als reichlich schwierig herausstellt. Auf seiner alten, lange nicht mehr bewegten Münch-Mammut aus den 70er Jahren macht sich das menschliche Mammut auf zu den Stationen seines früheren Lebens. Die Begegnungen auf dieser Reise in die Vergangenheit reiht das auf skurrile Außenseitergeschichten spezialisierte Filmemacherduo Benoît Delépine und Gustave Kervern („Louise hired a contract killer“, „Aaltra“) ohne erkennbaren Handlungs- oder Entwicklungsfaden aneinander. Wiederkehrend sind allein die Traumsequenzen, in denen sich Pilardosse an jenen tragischen Moment erinnert, der seine frühere Geliebte Yasmine auf dem Rücksitz seines Motorrads das Leben kostete.

Letzte Aktualisierung ( 11.12.2010 )
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Männer im Wasser Drucken E-Mail
ImageOT: Allt flyter
S 2008
Regie: Måns Herngren
Drehbuch: Måns Herngren, Jane Magnusson
Produktion: Rebecka Hamberger
Darsteller: Jonas Inde, Amanda Davin, Andreas Rothlin Svensson, Jimmy Lindström, Peter Gardner, Benny Haag, Shelby Niavarani
Laufzeit: 100 Minuten
Web: http://maenner-im-wasser.pandorafilm.de

Männer und Synchronschwimmen. Die schwedische Außenseiter-Komödie „Männer im Wasser“ führt diese scheinbaren Gegensätze im Rahmen einer nicht immer ganz konfliktfreien Vater-Tochter-Geschichte zusammen. Das Resultat ist ein heiteres, sehr charmantes Feel-Good-Stück, dessen Strickmuster sehr an Erfolgskomödien wie „Ganz oder gar nicht“ erinnert. Mit seinen liebenswerten Figuren ist der Film insgesamt recht überzeugend gelungen..


FILMKRITIK


Auf das Älterwerden ist nicht jeder gleichermaßen vorbereitet. Während nicht wenige Frauen mit Hautcremes der Natur zumindest temporär Paroli zu bieten hoffen, leiden Männer eher still vor sich hin. Manch einer, der es sich leisten kann, kauft sich in seiner Midlife-Crisis einen schnellen Sportwagen. Für den arbeitslosen Journalisten Fredrik (Jonas Inde) ist das allein schon aufgrund seiner finanziellen Möglichkeiten keine wirkliche Option. Die Ehe des Mittvierzigers scheint am Ende, und während seine Frau in London Karriere als TV-Reporterin macht, muss er sich daheim in Schweden mit seiner pubertierenden Tochter Sara (Amanda Davin) auseinandersetzen.

Dem passionierten Freizeit-Sportler reicht es. Er sucht eine neue Herausforderung und findet sie dort, wo es wohl kaum einer seiner Freunde vermutet hätte. Aus einer reichlich albernen Idee für einen Junggesellenabschied entwickelt Fredrik neuen Ehrgeiz: Er plant, eine Mannschaft im Synchronschwimmen aufzubauen. Zusammen mit seinen Hockey-Kumpels, die der Idee zunächst skeptisch gegenüberstehen, will er Schweden bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Berlin vertreten. Bis es soweit ist, muss die Truppe jedoch ein hartes Trainingsprogramm absolvieren. Dumm nur, dass keiner der Männer von Synchronschwimmen auch nur die geringste Ahnung besitzt. In dieser scheinbar aussichtslosen Lage bietet sich Fredriks Tochter unverhofft als Coach der Möchtegern-Grazien an. Sie glaubt an ihren Vater und an dessen ungewöhnliches Projekt.

So neu und ungewöhnlich das Thema Synchronschwimmen – noch dazu, wenn es von Männern ausgeübt wird – auf den ersten Blick auch erscheinen mag, die Idee, die dahinter steckt und die das Drehbuch von Måns Herngren und Jane Magnusson äußerst charmant aufgreift, ist nur bedingt originell. Männer in der Midlife-Crises bieten sich als Stoff für eine tragikomische Erzählung förmlich an. In Erinnerung bleibt vor allem die britische Underdog-Geschichte „Ganz oder gar nicht“. Diese nennt Autor und Regisseur Herngren dann auch als eine der wichtigsten Inspirationsquellen für seinen Film. Wie die strippenden Working-Class-Helden in Peter Cattaneos Überraschungserfolg sind auch die schwedischen „Männer im Wasser“ uneingeschränkte Sympathieträger, deren kleine Missgeschicke und Freuden sich unmittelbar auf den Zuschauer übertragen. Es macht einfach Spaß mitzuerleben, wie sich Fredrik dank der neuen Herausforderung allmählich aus seinen privaten wie beruflichen Zwängen freikämpft.

Ganz nebenbei erfährt man einiges Wissenswertes über eine oftmals belächelte Sportart. Synchronschwimmen wurde einst von Männern erfunden und anfangs nur von diesen ausgeübt. Frauen war es hingegen bis in die vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts verboten, sich derart freizügig in der Öffentlichkeit zu zeigen. Interessant ist vor diesem Hintergrund, wie der Film die Geschlechterrollen vertauscht und in Person von Fredriks Tochter Sara ein selbstbewusstes und zugleich modernes Frauen-/Mädchenbild etabliert. Sie ist es, die der chaotischen Männer-Truppe Disziplin beibringt und die Organisation schultert. Die wiederkehrenden Konflikte zwischen ihr und ihrem Vater werden von Hernsgren und Magnusson allerdings nur halbherzig verfolgt. Ohnehin bestehen von Beginn an keine Zweifel am positiven Ausgang von Fredriks Aufbauprogramm für müde Männer.

Der schwedische Kommentar zur viel zitierten Midlife-Crises bietet vornehmlich leichte Unterhaltung mit queerem Unterton. Letzteres überrascht ebenso wenig wie der kurze Gastauftritt auf der Stockholmer Gay-Pride. Auch ist es nicht unwahrscheinlich, dass Hollywood schon bald bei Herngren anklopft und sich die Rechte für ein Remake sichert. Die Traumfabrik liebt bekanntlich Feel-Good-Geschichten, in denen Außenseiter groß rauskommen.

Marcus Wessel

Letzte Aktualisierung ( 25.11.2010 )
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Me Too - Wer will schon normal sein? Drucken E-Mail
ImageOT: Yo, también
Spanien 2009
Regie & Buch : Antonio Naharro & Álvaro Pastor
Darsteller: Lola Dueñas, Pablo Pineda, Isabel García Lorca, Antonio Naharro, Joaquín Perles, Ana De los Riscos, María Bravo, Consuelo Trujillo
Länge: 103 Minuten
Web: www.metoo-derfilm.de

Großes spanisches Gefühlskino abseits von Pedro Almodóvar und Alejandro Amenábar? Gibt es! „Me Too“ ist die Liebesgeschichte zwischen einem hochbegabten Mann mit Down Syndrom und einer „normalen“ Frau, die sich ihm nach anfänglichem Zögern offenbart. Beim Filmfestival in San Sebastián wurden Lola Dueñas und Pablo Pineda als Beste Hauptdarsteller ausgezeichnet.
 

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...von höchst ansteckender Fröhlichkeit.
Kultur-Spiegel

Bewegend und ehrlich, ohne kitschig zu sein oder verlroene politische Korrektheiten zu bemühen.
Brigitte

FILMKRITIK


„Warum gerade ich?“, fragt Laura (Lola Dueñas) den kleinen Mann mit den traurigen Augen neben ihr. „Weil du mir das Gefühl gibst normal zu sein“, sagt Daniel (Pablo Pineda). „Aber warum willst du normal sein?“
Der Film „Me Too“ des Regie- und Autoren-Duos Antonio Naharro und Álvaro Pastor ist ein bewegender Liebesfilm und die Lebensgeschichte von Hauptdarsteller Pablo Pineda, dessen Alter Ego wir auf der Leinwand kennenlernen. Daniel ist mit einem Chromosom zuviel auf die Welt gekommen, ein klitzekleiner Fehler, der ihm von Beginn an zeigt, wie groß der Unterschied zwischen ihm und den anderen Menschen allerdings sein kann. Daniel ist vielleicht behindert, aber keineswegs weniger begabt als andere: Als erster Down-Syndrom-Patient in Europa schließt er ein Hochschulstudium mit Auszeichnung ab (eine erneute Parallele zur Biografie von Pablo Pineda).

Doch trotz seiner Begabung kann Daniel natürlich kein „normales“ Leben führen, zu stark sind noch immer die Vorurteile gegenüber Menschen mit seiner Behinderung. Genau auf diesen emotionalen Punkt setzt der Film seinen Focus, der tief hinein schaut in die Seele eines gebrochenen Mannes, der konstant dagegen ankämpft, als Behinderter stigmatisiert zu werden. Dabei verlangt „Me too“ nicht etwa Verständnis oder Mitleid vom Publikum, sondern zeigt auf hervorragende Weise die zerrüttete Lebenswirklichkeit eines kleinen Mannes, der täglich gegen Windmühlen der Gesellschaft ankämpft. Dabei charakterisieren die Filmemacher ihren Protagonisten als starken, aber gleichzeitig verletzlichen Helden, der auf den Brücken zwischen den Welten auf und ab geht. Hier die Normalen, dort die Behinderten – Daniel bleibt irgendwo dazwischen gefangen.

Wie fast jeder Film braucht natürlich auch „Me too“ sein Motiv des love interest, der bedingungslosen Liebe, die hier auf eine interessante Ebene geführt wird. Laura (Lola Dueñas, eine der vielen Musen von Landsmann Pedro Almodóvar) bringt ihrem neuen Kollegen Daniel zunächst zarte Sympathie entgegen, die sich nach und nach in tiefe Zuneigung und Liebe entwickelt. Der Film dekonstruiert dabei auch geschickt gesellschaftliche Tabu-Fragen: Wie leidenschaftlich sieht die Beziehung zwischen einem Down-Syndrom-Patienten und einer gesunden Frau aus? Welche Bedürfnisse und Ängste haben Menschen mit Behinderung? Sollten wir unser Mitleid nicht verbannen, damit Behinderte ein normales Leben führen können? Auch wenn „Me too“ darauf keine Antworten, sondern lediglich berührende Lösungsansätze liefert, muss man trotzdem von einem absoluten spanischen Kino-Highlight sprechen.

David Siems

Letzte Aktualisierung ( 11.11.2010 )
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