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11.10.2007 |
USA 2007, 157 min Krimi/Thriller R: David Fincher B: James Vanderbilt D: Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards, Robert Downey Jr., Brian Cox
Nach fünf Jahren meldet sich David Fincher, der Regisseur von modernen Klassikern wie SIEBEN und FIGHT CLUB, mit einem neuen Film zurück. In dessen Zentrum: der Zodiac-Killer, der im San Francisco der 70er Jahre sein Unwesen trieb. Fincher ist nicht der erste, der sich dieses Themas annimmt. Don Siegel beispielsweise ließ sich von den realen Vorfällen zu dem Film DIRTY HARRY sowie seinem Scorpio-Killer inspirieren. Aber auch in Fernsehserien wie „Nash Bridges“, der „Criminal Minds“, „Millennium“ und weiteren tauchten vom Zodiac beeinflusste Figuren auf. Die interessanteste Interpretation des Stoffes lieferte 2005 Alexander Bulkley mit seinem spannenden aber kommerziell wenig erfolgreichen Genrebeitrag DER ZODIAC-KILLER. Doch auch wenn Fincher nicht der erste ist, ist er doch derjenige, der nicht nur eine adäquate Form für seine Version gefunden hat, sondern auch am tiefsten in den Stoff vordringt. Doch Vorsicht! „ZODIAC“ ist kein typischer Thriller des Ausnahmeregisseurs, sondern eine brillante, detailbesessene Rekonstruktion der Ereignisse.
„Hier spricht der Zodiac.“
Der Hintergrund (mit SPOILERN): Unter dem Namen „Zodiac-Killer” ging ein Serienmörder in die Geschichte ein. Dieser ermordete nachweislich im Raum San Francisco zwischen 1968 und 1969 fünf Menschen. Zwei weitere Opfer überlebten. Das besondere an diesem Jack The Ripper Amerikas war sein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis. In zahlreichen, teilweise kodierten Briefen, von denen bis heute nicht alle entschlüsselt sind, nahm er Kontakt mit der Presse und der Polizei auf und verhöhnte seine Verfolger. Er selbst rühmte sich, mehr als 30 Menschen umgebracht zu haben. Den Namen Zodiac gab er sich selbst. Er unterschrieb seine Briefe mit dem Zodiac-Symbol. Die ersten Opfer des Killers waren die 16-jährige Betty Lou Jensen und ihr 17-jähriger Freund David Faraday. Sie wurden am 20. Dezember 1968 auf der Lake Herman Road in Solano Country erschossen. Die nächste Tat ereignete sich rund ein halbes Jahr später am 4. Juli 1969. Die Opfer waren die 22-jährige Darlene Ferrin und ihr 19-jähriger Begleiter Michael Mageau. Sie wurden vom Zodiac-Killer auf dem Parkplatz des Golfplatzes Blue Rock Springs in Vallejo angegriffen. Michael Mageau überlebte schwer verletzt und konnte eine Beschreibung des Killers liefern. Zum dritten Mal schlug dieser am 27. September 1969 in der Nähe des Lake Berryessa zu. Diesmal mit einer schwarzen Kutte verkleidet, überwältigte er die junge Cecilia Shepherd und ihren Freund Bryan Hartnell und stach mit einem Messer auf beide ein. Bryan Hartnell überlebte knapp. Am 11. Oktober des gleichen Jahres ereignete sich die letzte Tat, die nachweislich dem Zodiac-Killer angelastet werden konnte. Opfer war der Taxifahrer Paul Stine, den der Killer vom Rücksitz aus erschoss. Obwohl es durchaus Verdächtige gab, wurde nie jemand für die Taten verurteilt.
„Ich bin der Mörder des Taxifahrers drüben an der Ecke Washington Street und Maple Street gestern Abend, zum Beweis ist hier ein blutgetränktes Stück seines Hemdes. Ich bin derselbe Mann, der die Leute nördlich der Bucht fertiggemacht hat.“ (Brief vom 13. Oktober 1969 und der Fetzen von Stines Hemd)
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Letzte Aktualisierung ( 25.10.2007 )
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Sterben für Anfänger (OmU) |
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27.09.2007 |
GB 2007 Regie: Frank Oz Buch: Dean Craig Kamera: Oliver Curtis Schnitt: Beverley Mills Musik: Murray Gold Darsteller: Matthew Macfadyen, Rubert Graves, Alan Tudyk, Daisy Donovan, Andy Nyman, Peter Dinklage, Ewan Bremner 90 Minuten, Format 1:1,85 Web: www.concorde-film.de
Der Tod des Familienoberhaupts bringt die weitverstreuten Mitglieder einer britischen Familie zusammen. Doch bevor auch nur der Hauch von Würde anlässlich des feierlichen Anlasses aufkommen kann, beginnt eine Kette absurder Ereignisse. Frank Oz' schwarze Komödie ist nicht immer treffsicher und wagt es nur selten, die Situationen wirklich auszureizen. PRESSESTIMMEN Vieles hat Daniela Zinser an VIER HOCHZEITEN UND EIN TODESFALL erinnert. "STERBEN FüR ANFÄNGER ist mit einfachen Mitteln, kammerspielartig auf einen Schauplatz und nur wenige Darsteller beschränkt, sehr originell und schön böse. Der Film hat zwar nicht allzu viel Tiefgang, aber warum sollte er auch? Dafür gibt es unentbehrliche Tipps, etwa warum man einen scheinbar Toten mit Philip ansprechen sollte, und dass sich Pfarrer am besten mit Sätzen wie "Ich habe Fantasien, mir einen Stift in den Po zu stecken" ablenken lassen." 20. Juli 2007 | Berliner Zeitung
Für Wilfried Hippen wirkt die Komödie auf den ersten Blick vergleichsweise harmlos. "Solch ein Film wie dieser ist so gut wie seine Lacher - da gibt es keine Sentimentalitäten mit romantischen Stars wie Hugh Grant und Andie MacDowell, sondern statt dessen ein Ensemble von grandios komischen Charakterschauspielern. Und durch diese wird jede Filmfigur auf der Leinwand lebendig - selbst wenn sie wie einige Nebenfiguren nur auf je eine grotesk übertriebene Eigenschaft reduziert sind. ... Die Totenfeier wird immer mehr zu einer Orgie der Peinlichkeiten, und diese ist brillant geschrieben und zugleich mit Präzision und spürbarer Spielfreude inszeniert." 19. Juli 2007 | Die Tageszeitung
Laut Ulrich Sonnenschein geht es hier nicht "um eine Handlung – die irgendwie um eine dysfunktionale Upper-Class-Familie und ihren dubiosen, gerade verstorbenen Patriarchen kreist –, sondern um pietätlosen Witz, sich überschlagende Szenen, knappe, scharfe Dialoge und ein Ensemble ohne Stars, das bis in die Nebenrollen hinein hervorragend gewählt ist. ... Obwohl Oz’ neuer Film sich also jedes Klischees bedient und eine hohe Vorhersehbarkeit an den Tag legt, ist er unglaublich komisch. Das liegt nicht zuletzt an der grandiosen Besetzung." 19. Juli 2007 | epd-film 07/2007
Als locke-leichte, ironische Farce bezeichnet Maike Schmidt die schwarze Komödie. "Frank Oz kann es immer noch. Gute Komödien, die so menschlich wie absurd gerne mit schnellen Schritten einem vermeintlich schlechten Geschmack entgegenlaufen, ohne diesen aber in Gänze zu bedienen. Ein, zwei Ausrutscher Richtung Fäkalhumor will er sich erlauben, sonst bleibt der Hochseilakt geschickt inszeniert, ohne daß ein Verrat an den Figuren, ihren Sorgen oder, wie hier, ihrer Trauer geschieht. Es ist ein englischer Film mit englischem Humor, und das spürt der Zuschauer gerade in den Momenten, die den Film zur Komödie machen." 18. Juli 2007 | Der Schnitt
Michael Kienzl sah ein geradezu prototypisches Beispiel für schwarzen Humor, der weder vor Leichenschändung noch vor dem Einsatz menschlicher Exkremente zurückschreckt. "Doch schließlich geht es hier auch in erster Linie um gekonnt in Szene gesetzte Situationskomik, bei der eine rudimentäre Handlung lediglich als Aufhänger dient, ansonsten aber nur eine untergeordnete Rolle spielt. Wer also kein Problem mit einem Film hat, der sich statt doppelbödigem Humor und einem Lachen, das im Hals stecken bleibt, ganz der kurzweiligen Unterhaltung widmet, wird bei STERBEN FüR ANFÄNGER auch auf seine Kosten kommen." 02. Juli 2007 | critic.de
Die Qualität der besten britischen Komödien erreicht STERBEN FüR ANFÄNGER laut Michael Meyns nicht. "Auch so skurril wie KALENDERGIRLS oder LANG LEBE NED DEVINE und ihrer liebevollen Beschreibung typisch britischer Skurrilitäten ist Frank Oz' Film nicht. Vielleicht macht sich hier doch ein Mentalitätsunterschied bemerkbar, denn Oz ist zwar in England geboren, seine Karriere hat er jedoch in Amerika bestritten und dort funktioniert Humor eben auf eine andere Art, als in England." 01. Juli 2007 | programmkino.de
Dies ist Film, wie ihn nur die Briten fertig bringen, meint Thomas Engel. "Ein skurriler Einfall löst den anderen ab, die lustigen Vorfälle gehen nahtlos ineinander über. Regisseur Frank Oz und Drehbuchautor Dean Craig haben auch ein paar Klamaukszenen eingeschoben, doch dem Ganzen schadet das wenig. Inszenatorisch wurde geschickt vorgegangen. ... Eine aus einem Dutzend erfahrener britischer Darsteller bestehende Truppe trug zum Gelingen dieses kurzweiligen Spaßes viel bei." 01. Juli 2007 | programmkino.de
Pressespiegel aus: www.film-zeit.de |
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Letzte Aktualisierung ( 12.10.2007 )
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13.09.2007 |
Belgien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Luxemburg 2007 Regie: Sam Gabarski Drehbuch: Philippe Blasband, Sam Gabarski, Martin Herron Darsteller: Marianne Faithfull (Maggie), Miki Manojlovic (Mikky), Kevin Bishop (Tom), Siobhan Hewlett (Sarah) Kamera: Christophe Beaucarne Schnitt: Ludo Troch WWW: www.irinapalm-derfilm.de
Endlich ist Marianne Faithfull einmal in einer Hauptrolle zu sehen – und in was für einer: Im bejubelten Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Irina Palm“ nimmt die multitalentierte Musikerin mit der rauchigen Stimme einen Job im Rotlichtmilieu von London-Soho an und wird dort zur „wichsenden Witwe“, weil sie dringend Geld für die Operation ihres Enkels braucht. Stellenweise mit absurdem Humor verarbeitet Regisseur Sam Gabarski („Der Tango der Rashevskis“) diese Geschichte zu einem tragikomischen Märchen, in dem die grandiose Faithfull ihr Glück und einen Neuanfang im denkbar unromantischsten aller Milieus findet.
PRESSESTIMMEN Eine ebenso amüsante wie anrührende, in der Hauptrolle virtuos gespielte Tragikomödie, die sich trotz inszenatorischer Glätte stets ihre Ecken und Kanten bewahrt. Ebenso nachdenklich wie satirisch lustvoll spielt der Film mit den bigotten Moralvorstellungen des britischen Bürgertums. - Sehenswert ab 16. film-dienst
Großartig und hochkomisch. ARD Kulturmagazin ttt
Eine sympathische Komödie mit vielen extrem lustigen Momenten und einer anbetungswürdigen Marianne Faithfull. Entzückend. KulturSPIEGEL
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Letzte Aktualisierung ( 27.09.2007 )
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30.08.2007 |
Deutschland 2007 Regie: Bettina Blümner 92 Minuten; Farbe Verleih: Reverse Angel/ Neue Visionen Webseite: www.prinzessinnenbad.de
Zusammen gehen sie auf Partys, in Cafés oder, wenn im Sommer die Sonne scheint, ins Prinzenbad. Die 15jährigen Mina, Klara und Tanutscha sind 15 Jahre alt, unzertrennliche Freundinnen seit ihrer Kindheit und beim Durchschlagen durch den Kreuzberger Teeniealltag alles andere als auf den Mund gefallen. Für Filmemacherin Bettina Blümner waren sie außerdem ein Glücksfall: Für „Prinzessinnenbad“ hat sie die Mädchen ein Stück beim Erwachsenwerden begleitet und daraus ein Dokuportrait gemacht, das von der Offenheit, dem rauen Charme und schlagfertigen Witz der drei lebt. Auf der diesjährigen Berlinale wurde „Prinzessinnenbad“ zum großen Publikumserfolg und gewann den Nachwuchspreis „Dialogue en perspective“.
PRESSESTIMMEN Den großmäuligen und schüchternen, angeberischen und zurückhaltenden, witzigen und albernen Freundinnen schaut man ausgesprochen gerne zu. Und bekommt dabei ganz nebenbei noch eine satte Ladung zutreffender Generationsbeschreibung mitgeliefert - Sehenswert. tip berlin
Ein liebevolles und anrührendes Porträt dreier Menschen an der Grenze zum Erwachsenwerden, frei von pädagogischem Sozialdrama und doch mit einer klaren Botschaft.... Regisseurin Blumner zeigt die Probleme der drei Mädchen mit Gelassenheit und ohne künstliche Dramatik, beschlönigt nichts und vermittelt trotzdem Optimismus. "Prinzessinnenbad" ist ein liebenswerter, kleiner Film für den Sommer. KulturSPIEGEL
Der um Intimität bemühte Dokumentarfilm wahrt die Balance zwischen Beobachtung und Intervention und schafft doch auch Identifikationsflächen. Mitunter clipartig montiert, ist er zudem eine Liebeserklärung an den multikulturellen Berliner Stadtteil Kreuzberg. film-dienst
Eine komische, ziemlich zärtliche Dokumentation. Der Spiegel
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Letzte Aktualisierung ( 13.09.2007 )
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