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Der Knochenmann Drucken E-Mail
ImageÖsterreich  2009
Regie: Wolfgang Murnberger
Mit Josef Hader, Josef Bierbichler, Birgit Minichmayr, Simon Schwarz, Stipe Erceq
Laufzeit 121 Minuten
Webseite: www.knochenmann-derfilm.de

Nach "Komm, süßer Tod“ und „Silentium“ kommt mit der „Knochenmann“ der dritte Kultkrimi aus der Feder von Wolf Haas in die Kinos. Und wieder sorgt die Kooperation von Regisseur Wolfgang Murnberger, Autor Wolf Haas und Hauptdarsteller Josef Hader für ein kongeniales Kinovergnügen. Die rabenschwarze Kinokomödie um den lakonischen Loser Brenner bewegt sich zwischen makabrer Milieustudie, saftigem Genre-Thriller und herzzerreißender Liebesgeschichte. Pointensicher und mit denkwürdigen Dialogduellen zeigt sich Josef Hader im schauspielerischen Schlagabtausch mit Sepp Bierbichler in absoluter Höchstform. Kultkino mit hohem Comedy-Faktor.

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FILMKRITIK


So einer wie Brenner ist seiner Zeit eben voraus, und so war die Finanzkrise bei ihm schon immer ein Thema. Der Privatdetektiv ist einfach chronisch klamm. Deshalb muss Brenner auch die schäbigsten Jobs annehmen. Zurzeit kassiert er widerwillig für seinen schmierigen Freund Berti (Simon Schwarz) Autos ein, deren Leasingraten überfällig sind. Der neueste Auftrag führt ihn tief in die österreichische Provinz in den „Löschenkohl“, eine stark frequentierte Brathendlstation mit angeschlossener Pension. Doch der säumige Künstler namens Horvarth, den Brenner hier aufspüren will, ist nicht aufzutreiben. Stattdessen purzelt der Ex-Polizist in seiner typischen Mischung aus Inspektor Colombo und Wiener Schmäh in ein wahnwitziges Abenteuer, bei dem die hauseigene Knochenmühle des Gasthofes und ein Bordell jenseits der Grenze in Bratislava keine unbeträchtlichen Rollen spielen. Dass bei Brenner der kriminelle Spürsinn dabei zuweilen von persönlichen Interessen getrübt wird, wie beim Blick auf Birgit  (Birgit Minichmayr), die sinnesfreudige Schwiegertochter des Wirtes, versteht sich von selbst.

Letzte Aktualisierung ( 25.05.2009 )
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Revanche Drucken E-Mail
ImageÖsterreich 2007
Regie + Buch: Götz Spielmann
Darsteller: Johannes Krisch, Ursula Strauss, Andreas Lust, Irina Potapenko, Hannes Thanheiser, Hanno Pöschl
Länge: 121 Minuten
Webseite: www.revanche.at

Aus Österreich kommt diese packende und atmosphärische Erzählung eines Fluchtversuchs. Alex und Tamara wollen raus aus ihrem Leben im Wiener Rotlichtmilieu und überfallen eine Bank in der Provinz. Götz Spielmanns Drama überzeugt dabei als spannende Abhandlung über das menschliche Verlangen nach Rache und Gerechtigkeit.

FILMKRITIK


Ähnlich wie bei seinem Landsmann Michael Haneke zeugen auch die Filme von Götz Spielmann von einem beängstigenden Existenzialismus, der die Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens reflektiert. Während allerdings Hanekes Publikum stets die Bereitschaft zur ausgeprägten Leidensfähigkeit mitbringen muss, ist der vermeintliche Horror bei Spielmann deutlich sanfter, erträglicher und vor allem: optimistischer.

In „Revanche“ lässt er zwei Welten aufeinander prallen: das geordnete und naturverbundene Leben des Polizisten Robert (Andreas Lust) und seiner Frau Susanne (Ursula Strauss) auf dem Lande und die grelle Bordellszene im Wiener Rotlichtmilieu. Hier arbeiten Tamara (Irina Potapenko) als Prostituierte und Alex (Johannes Krisch) als Handlanger vom Zuhälter. Ihre Liebe zueinander müssen sie geheim halten, die Regeln der Branche wollen es so. Alex träumt von einem anderen Leben, weit weg, mit Tamara irgendwo auf Ibiza. Doch es fehlt Geld.

Letzte Aktualisierung ( 07.05.2009 )
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Berlin Calling Drucken E-Mail
ImageDeutschland 2008
Regie: Hannes Stöhr
Darsteller: Paul Kalkbrenner, Rita Lengyel, Corinna Harfouch, Araba Walton, Peter Schneider, RP Kahl, Henriette Müller, Maximilian Mauff, Udo Kroschwald
105 Minuten
Webseite: www.berlin-calling.de


Er nennt sich DJ Ickarus und wie sein Namensgeber verbrennt auch er sich die Flügel gewaltig. Hannes Stöhr („One Day in Europe“, „Berlin is in Germany“) erzählt in seinem neuen Film aus dem rastlosen Leben eines Elektro-DJ’s, der aufgrund seines exzentrischen Lebensstils und den Folgen von Drogenkonsum in einer Nervenklinik landet. Bisweilen nimmt der Film die subjektive Wahrnehmungsebene seines Protagonisten ein, bleibt dann aber auch wieder sehr distanziert. Das Lebensgefühl der Generation Techno vermittelt „Berlin Calling“ aber dennoch.


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FILMKRITIK


Er nennt sich DJ Ickarus und wie sein Namensgeber verbrennt auch er sich die Flügel gewaltig. Hannes Stöhr („One Day in Europe“, „Berlin is in Germany“) erzählt in seinem neuen Film aus dem rastlosen Leben eines Elektro-DJ’s, der aufgrund seines exzentrischen Lebensstils und den Folgen von Drogenkonsum in einer Nervenklinik landet. Bisweilen nimmt der Film die subjektive Wahrnehmungsebene seines Protagonisten ein, bleibt dann aber auch wieder sehr distanziert. Das Lebensgefühl der Generation Techno vermittelt „Berlin Calling“ aber dennoch.

Auch wer nicht unbedingt ein Fan von Technomusik und Raves ist, wird vom Sound von „Berlin Calling“ schnell in Bann gezogen. Regisseur Hannes Stöhr kommt in seiner Geschichte des erfolgreichen Elektrokomponisten DJ Ickarus, der kurz vor Fertigstellung eines neuen Albums steht und aufgrund falscher Drogen in einer Nervenklinik landet, sehr schnell auf so universelle Themen wie Kunst und Freiheit, Wahnsinn und Ekstase zu sprechen. Er zeichnet seinen Helden als einen Menschen, der abtaucht in seine eigene Welt und dem der Sinn für Realität verloren geht. Ein Absturz ist vorprogrammiert, beruflich wie privat, physisch wie psychisch.

Letzte Aktualisierung ( 30.04.2009 )
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Vicky Cristina Barcelona (OmU) Drucken E-Mail
ImageSpanien/USA 2008
Regie und Buch: Woody Allen
Darsteller: Scarlett Johansson (Cristina), Rebecca Hall (Vicky), Javier Bardem (José Antonio), Penélope Cruz (Maria), Patricia Clarkson (Judy)
96 Minuten, Farbe
Web: www.concorde-film.de

Woody Allens Europa-Drehtour geht weiter: Nach drei London-Filmen hat es ihn für „Vicky Cristina Barcelona“ nun nach Spanien verschlagen. Mit einer aufregenden Besetzung erzählt er von den amourösen Verwicklungen zweier Barcelona-Touristinnen (Scarlett Johansson und Rebecca Hall) mit einem spanischen Maler (Javier Bardem) und dessen Ex-Frau (eine impulsiv charmante Naturgewalt: Penélope Cruz). Mit durchweg Postkarten-tauglichen, bis ins Klischee übertriebenen Mittelmeer-Impressionen wird der Film dabei zur leichtfüßig amüsanten Fantasie um die bekannten Fragen der Liebe, die so sommerlich perlend bei Allen nie sexier gestellt wurden.


FILMKRITIK


Luftveränderungen tun Woody Allen offenbar gut. Entstanden bis vor einigen Jahren noch fast alle seine Filme in New York, verließ er 2005 den Big Apple, um in Europa zu drehen. Mit „Match Point“, damals sein erster Film in London und mit Scarlett Johansson, gelang ihm dort ein Volltreffer. Nach zwei weiteren, für seine Verhältnisse durchschnittlichen London-Produktionen hat der 72-jährige Regisseur für „Vicky Cristina Barcelona“ nun wieder einen Ortswechsel vorgenommen – und gibt damit seinem durchwachsenen Spätwerk abermals einen revitalisieren Impuls. In seinem ersten spanischen Projekt zeigt er diesmal im mediterranen Barcelona die amourösen Irrungen und Wirrungen der amerikanischen Touristinnen Cristina (Scarlett Johansson) und Vicky (Rebecca Hall) ein.

Die sind zwar beste Freundinnen, haben aber völlig gegensätzliche Vorstellungen, wenn es um die Liebe geht. Während die verlobte Vicky mit einem netten, aber soliden Amerikaner die Nummersicher bevorzugt, findet Cristina, dass zur wahren Liebe auch die ganz großen Gefühle, Leidenschaft und Schmerz gehören. Diese Vorstellungen der Mädchen werden schon kurz nach ihrer Ankunft in Barcelona auf die Probe gestellt, wenn sie in einem Restaurant José Antonio (Javier Bardem) begegnen. Der heißblutspanische Maler mit durchdringendem Blick schlägt ihnen Sekunden nach ihrer Bekanntschaft völlig direkt einen Dreier vor, bevor er zunächst Cristina um den Finger wickelt und ihm etwas später auch Vicky verfällt – große Gewissensbisse natürlich inklusive.



Letzte Aktualisierung ( 09.04.2009 )
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O'Horten Drucken E-Mail
ImageNorwegen 2007
Regie: Bent Hamer
Buch: Bent Hamer
Darsteller: Bard Owe, Espen Skjonberg, Ghita Norby, Henny Moan, Bjorn Floberg, Kai Remlow, Per Jansen
Länge: 106 Minuten, Format: 1:1,85
Web: pandorafilm.de

Nach einem kurzen Exil in Amerika, wo er die Bukowski-Verfilmung „Factotum“ drehte, kehrt Bent Hamer zurück in seine norwegische Heimat und dem Stil seines bislang erfolgreichsten Films „Kitchen Stories“. In perfekt komponierten, meist statischen Bildern beschreibt „O’Horten“, wie die Titelfigur, ein Lokomotivführer, mit dem Übergang vom Berufsleben zur Rente umgeht. Stilistisch erreicht Hamer dabei die Klasse seines offensichtlichen Vorbildes Aki Kaurismäki, bevorzugt jedoch einen deutlich weniger satirischen Blick auf die Welt als der Finne.


FILMKRITIK


Odd Horten (Bard Owe) steht kurz vor der Pensionierung. 40 Jahre ist er Zugführer, 40 Jahre, in denen jede Handbewegung, jede Fahrt, ja, sein ganzes Leben, zur Routine geworden ist. Hortens Strecke führt ihn von Oslo nach Bergen, durch schneebedeckte Landschaften, die die Monotonie seiner Handlungen noch augenfälliger machen. In Bergen übernachtet er in der kleinen Pension der gleichaltrigen Fru Thogersen (Ghita Norby), die ihm offenbar seit Jahren das immergleich Abendbrot serviert, ein paar Takte sagt und Horten schweren Herzens allein lässt. Am Abend vor seiner letzten Fahrt nimmt Horten eher widerwillig an einer Feier zu seinen Ehren teil. Für seine Lebensleistung erhält er ein kleines, silbernes Modell einer Lokomotive und darf bizarr anmutende Eisenbahner-Grüße über sich ergehen lassen.

Mit feinem Humor zeigt Bent Hamer, der freimütig zugibt, als kleiner Junge selbst von einer Karriere als Lokomotivführer geträumt zu haben, die leicht autistisch wirkenden Eisenbahner. Zur Unterhaltung spielen diese sich Geräusche von Lokomotiven und Bahnhöfen vor, die besonders Horten sachkundig erkennt. Doch der Abend nimmt eine überraschende Wendung: Durch allerlei bizarre Umstände gerät Horten in das Schlafzimmer eines kleinen Jungen, der ihn partout nicht gehen lassen will. Und so passiert das Unvorstellbare: Horten, der Inbegriff der Zuverlässigkeit, verpasst seinen Zug - ausgerechnet seinen letzten.

Letzte Aktualisierung ( 27.03.2009 )
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