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Das Festmahl im August (OmU) | Das Festmahl im August (OmU) |
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| 09.06.2009 | |
PRANZO DI FERRAGOSTOItalien 2008 Regie und Buch: Gianni Di Gregorio Darsteller: Gianni Di Gregorio, Valeria De Franciscis, Marina Cacciotti, Maria Calì, Grazia Cesarini Sforza, Alfonso Santagata, Luigi Marchetti, Marcello Ottolenghi Länge: 75 Minuten Web: www.pandora-film.de Die charmante italienische Sommerkomödie „Das Festmahl im August“ bietet eine erfrischende Alternative zum Mainstream. Im Mittelpunkt der autobiografisch inspirierten Geschichte stehen vier alte Damen über 80 Jahren. Die unverfälschte Direktheit und spontane Natürlichkeit seiner Laienschauspielerinnen verleiht dem Filmdebüt von Gianni Di Gregorio einen melancholischen Glanz von längst vergangenem italienischem Neorealismus, der den Pomp von der Leinwand verbannt und dafür das reale Leben inszeniert.. PRESSESTIMMENEine sanfte, charmante und aussergewöhnliche Situationskomödie, die ohne dramaturgische Spitzen und auch weitgehend ohne Sentimentalität auskommt. ...weit mehr als ein Porträt mediterraner Lebenskunst. Neue Zürcher Zeitung FILMKRITIKVielleicht kommt er diesmal wieder aus Italien, 'der' Sommerfilm des Jahres. Schließlich drehte schon Nanni Moretti im sommerlich verlassenen Rom auf seiner Vespa beschwingte Runden durch die Straßen der Tiber-Metropole. Und auch Gianni di Gregorio saust bei gleißendem Sonnenlicht auf dem Mofa seines Freundes durch das einstige Arbeiterviertel Trastevere. Bilder, die sich gleichen. Doch während Nanni Moretti in „Caro Diario“ sich auf seinen Streifzügen der Muse hingibt, sucht sein Regiekollege in „ Das Festmahl im August“ verzweifelt nach Essbarem für die Festtafel an „Maria Himmelfahrt“, einen der wichtigsten Feiertage Italiens. Rom im August. Brütende Hitze liegt über den Dächern, die Stadt ist wie ausgestorben. Die Geschäfte geschlossen. Denn an «Ferragosto», dem Ferienbeginn zieht es die meisten Italiener ans Meer oder hinaus aufs Land. Gianni (Gianni di Gregorio) allerdings kann sich keinen Urlaub leisten. Der Junggeselle lebt noch immer mit seiner Mutter Valeria unter einem Dach und ist außerdem chronisch pleite. Die Hauseigentümer drohen bereits mit Klage. Da macht ihm der Hausverwalter (Alfonso Santagata) ein verlockendes Angebot: Wenn er seine Mutter (Marina Cacciotti) über die Feiertage bei Gianni unterbringen darf, erlässt er ihm sämtliche Schulden. Regisseur Gianni Di Gregorio kennt diese Situation. Vor Jahren unterbreitete ihm sein Vermieter exakt denselben Vorschlag. Zwar lehnte er damals dankend ab. Doch die Vorstellung, was passiert wäre, wenn er sich darauf eingelassen hätte, ließ ihn seither nicht mehr los. Schließlich entwickelte er daraus ein Drehbuch, das er nicht nur selbst verfilmte, sondern er übernahm dabei auch die Hauptrolle. Und so willigt Gianni im Film notgedrungen ein. Doch Luigi steht am nächsten Tag nicht nur mit seiner Mutter vor der Tür, sondern bringt auch gleich noch seine Tante Maria (Maria Calìzia) vorbei. Und ehe Gianni sich versieht, lädt auch noch sein Arzt (Marcello Ottolenghi) die eigene Mutter (Grazia Cesarini Sforza) bei ihm ab. Der grundsympathische Gianni verkörpert den aufmerksamen Sohn einer italienischen Mamma perfekt. Hingebungsvoll bekocht und umsorgt er die „Golden Girls“. Ihre kleinen Macken erträgt er mit scheinbar stoischer Gelassenheit. Mehr und mehr blühen die alten Damen freilich in der improvisierten Alten-WG auf. Mit ihren Eigenheiten setzen sie dem armen Junggesellen langsam zu. Dabei entspinnen sich zwischen Fernsehzimmer und Küche rührend, groteske Situationen. So flüchtet Marina, nachdem ihr der Fernseher entzogen wurde, und sie sich stundenlang schmollend in ihrem Zimmer einschloss, heimlich aus der Wohnung. Gianni findet die lebenslustige Pensionärin schließlich quietschfidel in einer Bar. Am Ende jedoch treffen sich alle versöhnlich beim kulinarischen „Pranzo de Ferragosto“ und stoßen, vereint durch die Liebe zum guten Essen, auf das gelungene Festmahl an.
aus: programmkino.de |
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| Letzte Aktualisierung ( 30.07.2009 ) |
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PRANZO DI FERRAGOSTO