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District 9 | District 9 |
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| 10.11.2009 | |
Neuseeland/USA 2009, 112 Min.R: Neill Blomkamp P: Peter Jackson D: Sharlto Copley, Jason Cope, David James u.a. Im Jahre 1982 strandet ein Alien-Raumschiff über Johannesburg dessen riesige aus insektenähnlichen Wesen bestehende Besatzung im sogenannten "District 9" interniert wird. Um an die Waffen Technologie der Außerirdischen heranzukommen clonen die sie bewachenden Sicherheitskräfte mit Weltherrschaftsplänen einen der ihren, der schon bald der meistgesuchte Mensch auf dem Planeten Erde wird. Ein Anti-Apartheid Action-Drama mit äußerst ausgeklügelter Story und Spezialeffekten der Sonderklasse (Produzent: Peter Jackson, u.a. "Herr der Ringe"). PRESSESTIMMENDiese Invasion geht Isabella Reicher unter die Haut. "Der Film operiert auf allen Ebenen geschickt mit Vorhandenem - und er kann vielleicht auch deshalb auf eine große Heldenerzählung verzichten, weil er andere Identifikationsangebote macht: DISTRICT 9 hat sich Stilistiken von Doku-Formaten und Ballerspielen produktiv angeeignet. Und eben- so Versatzstücke dystopischer Science-Fiction vom Body Horror bis zu Alien-Invasions-Szenarien. Nicht zuletzt schimmern fortwährend Anspielungen auf die (gegenwärtige) äußere Realität durch ... Zugleich hat man schon länger keinen so buchstäblich rohen Zukunftsentwurf mehr gesehen: Man wird mehr mit Fleisch und Blut konfrontiert als mit High-Tech und blitzblanken Oberflächen. Und offenbar reicht dieses kluge Spiel mit Bezügen in einer eigenwilligen Neufassung völlig aus, um ein Publikum anzusprechen."Der Standard Als präzise Sozialsatire bezeichnet Peter Uehling DISTRICT 9. "Dank seiner originellen Machart und seiner bizarren Mischung aus Komik und Gewalt ist DISTRICT 9 einer der Überraschungserfolge des Jahres im US-Kino gewesen. Seine Mitleidlosigkeit in der Darstellung von rassistisch motivierter Gewalt hebt ihn wohltuend gegen moralisierende Gefühlsduseleien à la L. A. CRASH ab. Wieder einmal ist hier ein Genrefilm zu bewundern, dessen präzise Analyse eines sozialen Problems jeden Kunstfilm schlägt." Berliner Zeitung Katja Lüthge fällt es schwer, sich für das Schicksal dieser verrohten Fremdlinge zu erwärmen. "Der um der Authentizität Willen wohl unverzichtbare Einsatz von wackelnden Handkameras und der wilde Stilmix funktionieren dabei ganz ausgezeichnet. Dafür sorgt dann der durchaus ruppige, explosive Showdown. Hier fliegen Gliedmaßen, Autos, Gehirne, Gebäudeteile, Hubschrauber und anderes in üppiger Anzahl durch die Luft. Das alles allerdings auf überzeugende Weise, wie sich überhaupt die Tricktechnik perfekt in den Dienst der Erzählung stellt. So bleibt das Aussehen der Aliens bis zum Schluss zwar irreduzibel fremd, aber ist es nicht wahre Menschlichkeit, die dort im Blick des außerirdischen Vaters liegt?" Frankfurter Rundschau Zwischen Analyse und Affirmation liegt im Genrekino ein schmaler Grat, und von dem rutscht Neill Blomkamp mehr als einmal ab, kritisiert Sascha Westphal. "DISTRICT 9 beginnt wie eine Fernsehdokumentation über Wikus Van De Merwe und die Umsiedlung. Interviewschnipsel und Handkamera-Bilder suggerieren Authentizität. Allerdings hält Neill Blomkamp den pseudodokumentarischen Schein nur so lange aufrecht, wie er ihm entgegenkommt. Später wechselt er - immer auf den größten Effekt bedacht - ständig zwischen Van De Merwes Perspektive und einer Erzählerposition hin und her." Berliner Morgenpost
Susanne Ostwald sah "das schmutzigste und zynischste Kinostück, das je auf den Holocaust und die Apartheidpolitik rekurriert hat. In pseudodokumentarischem Stil, unter Einsatz vermeintlicher Fernsehinterviews, Überwachungskameras und anderer "authentischer" Quellen, entblösst er die Mechanismen des Rassismus und Völkermords. Das ist mitunter nur schwer auszuhalten, vor allem, da Neill Blokamp dem Publikum seine expliziten, teilweise sehr brutalen Bilder mit zynischer Nüchternheit unterbreitet – zunächst jedenfalls." |
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| Letzte Aktualisierung ( 19.11.2009 ) |
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Neuseeland/USA 2009, 112 Min.