Programm
Aktuelles Programm
Die Beschissenheit der Dinge | Die Beschissenheit der Dinge |
|
|
|
| 09.07.2010 | |
OT: De helaasheid der dingenBelgien 2009, 108 Minuten Regie: Felix Van Groeningen Darsteller: Kenneth Vanbaeden, Valentjin Dhaenens, Koen De Graeve, Wouter Hendricksx, Johan Heldenbergh, Bert Haelvoet, Gilda De Bal Web: www.camino-film.com Der junge Gunther Strobbe kann einem leid tun, wie er seine Jugendjahre da unter einem Dach mit seinem Vater und dessen trinkfreudigen Brüdern verbringt. Die Angst, so zu werden wie seine Verwandtschaft, beschäftigt Gunther auch als jungen Erwachsenen. Droht ihm ein ähnliches Schicksal? So düster die Vergangenheit, so schonungslos der Blick auf diesen sozialen Mikrokosmos – das Leben bei den Strobbes ist hart, herzlich und hochenergetisch, und immer wieder auch von herrlich komischen Momenten durchzogen. FILMKRITIKOb die Strobbes so heißen, weil sie gerne gar arg verstrubbelt auf den Plan treten? Doch nicht nur das: so viel Vokuhila wie hier hat man lange nicht mehr in einem Film gesehen. Es sind die 80er Jahre in einem kleinen Provinznest in Belgien und das Leben für den 13-jährigen Gunther Strobbe (Kenneth Vanbaeden) insofern aufregend, als sein Vater und seine diversen Onkel stets Unsinn im Kopf haben, während die liebenswürdige Großmutter aufopferungsvoll den Haushalt schmeißt. Komasaufen jedenfalls steht bei den Strobbes auf der Tagesordnung, der Gedanke an Weltrekordversuche im Dauerbiertrinken ist nicht weit. Ein im Film stattfindendes Nacktfahrradrennen reinszenierte das Team vergangenes Jahr während des Cannes-Festivals kurzerhand auch an der Croisette. Mit den Verhältnissen bei den Strobbes muss man auch als Außenstehender erst einmal klar kommen. Wüst geht es zu, stumpf, obszön. Von seiner Mutter weiß Gunther nicht viel, außer, dass sie eine Hure gewesen sein soll. Sagt jedenfalls sein Vater. 20 Jahre später hat Gunther (jetzt gespielt von Valentjin Dhaenens) große Zweifel, ob er als werdender Vater nicht ebenso versagen wird und auf ihn - den erfolglosen Schriftsteller mit Nebenjobs als Pizzabote und Minibarverkäufer in Zügen - nicht auch ein Schicksal im Alkoholdunst schäbiger Dorfkneipen wartet, wo man dann vielleicht im Suff mit Billardqueues auf Dartscheiben zielt. Die Vergangenheit droht Gunther einzuholen, auch wenn der Vater längst an seiner Alkoholsucht gestorben ist und die Großmutter ohne Erinnerungen auf ihr Ende im Altersheim auf ihr Ende wartet.
aus: programmkino.de |
|
| Letzte Aktualisierung ( 05.08.2010 ) |
| < Zurück | Weiter > |
|---|
OT: De helaasheid der dingen