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GB 2009Regie: Duncan Jones Drehbuch: Duncan Jones, Nathan Parker Produktion: Trevor Beattie, Nick Bentham Kamera: Gary Shaw Darsteller: Sam Rockwell, Kevin Spacey Laufzeit: 97 Minuten Web: www.sonypictures.com Duncan Jones, Sohn von David Bowie, hat einen sympathisch altmodischen Science-Fiction gedreht, indem es um alternative Energien, Gentechnik, Ethik und die Großindustrie geht. Sam Bell, Angestellter von Lunar Industries, betreut ganz alleine den Helium-3-Abbau auf dem Mond. Kurz bevor sein 3-Jahres-Vertrag abläuft, geschehen seltsame Dinge in seiner Raumstation. Es läuft durchaus nicht alles so, wie Lunar es ihm vermittelt hat. Der Film, der auf Action verzichtet und sich durch freundlich-robuste Modellanimationen und ein intelligentes Drehbuch auszeichnet wurde, mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet, u.a. den BAFTA Award für 'besten Debutfilm' und 'besten britischen Film', den British Independent Film Award und den Preis des Edinburgh Film Festivals. FILMKRITIKDie Erde hat ihr Energieproblem gelöst. Die alten umweltschädlichen Energiequellen Atom, Kohle und Öl sind inzwischen fast vollständig von Helium 3 abgelöst worden. Sam Bell (Sam Rockwell) ist Angestellter von Lunar Industries, die den wertvollen Rohstoff auf der erdabgewandten Seite des Mondes abbauen. Schon fast drei Jahre lebt er als einziger menschlicher Arbeiter auf der Mondstation von Lunar und kümmert sich dort gemeinsam mit Computer GERTY um den reibungslosen Ablauf. Seine Tage sind gleichförmig. Einmal täglich besucht er die großen Abraummaschinen, die sich über die Mondoberfläche arbeiten, holt das Helium ab und verschifft es zur Erde. Die restliche Zeit verbringt er mit Essen, Fitnesstraining, filigranen Schnitzarbeiten und der Vorfreude auf die Rückkehr zur Erde nach Ablauf seines Drei-Jahres-Vertrages. Dort warten Frau und Kind auf ihn, auch wenn die Videobotschaften seiner Frau sich etwas ambivalent anhören. Nur wenige Wochen vor seiner Rückkehr wird die Routine unterbrochen. Als Sam seine übliche Tour über die Mondoberfläche macht, erleidet er einen Unfall. Er wacht in der Krankenstation der Raumstation wieder auf. Wie er dort hinkommt, kann er sich nicht erklären. Ebensowenig, warum er nicht mehr ins Freie darf. Sam beginnt den Ungereimtheiten auf die Spur zu gehen und entdeckt nach und nach, dass er nur ein kleines Rädchen im perfiden System von Lunar ist. MOON ist ein sympathisch altmodischer Science-Fiction, der auf liebevolle Modelle und einen durchdachten Plot, statt auf ausgeklügelte CGI-Effekte setzt. Die Raumstation und die Helium-3-Abbaumaschinen erinnern eher an die Monstermaschinen aus dem Braunkohletagebau als an Designer-Computer. Bei den Farben dominiert Grau, lediglich das Lunar-Logo leuchtet Gelb auf Sams Overalls. Die robuste Ästhetik macht Sinn, immerhin geht es um Arbeitsmaschinen, die vor allem funktional und solide sein müssen und dem menschlichen Mondarbeiter lediglich das Minimum an Komfort bieten, dass ihn vor dem Durchdrehen bewahrt. Auch geht von den Modellen eine ganz andere Präsenz und Glaubwürdigkeit aus, als von den spiegelglatten Oberflächen digitaler Animationen. Allerdings setzt auch die Inszenierung auf eine altmodische Langsamkeit, die fast vollständig auf Action verzichtet und damit Sams dröges Leben wieder zu spiegeln scheint. Das funktioniert in den ersten zwei Dritteln des Films, in denen man Sam und seine Welt kennen lernt, ganz gut. Im letzten Drittel, als die wichtigsten Geheimnisse schon offenbart, die Auflösung aber auf sich warten lässt, führt es zu Längen. Dass MOON seine Zuschauer dennoch nicht verliert, liegt an der interessanten Grundkonstruktion des Films, der eine Menge Fragen aufwirft: Wer ist Sam eigentlich? Wie umweltfreundlich ist Helium 3 wirklich? Gibt es geheime Ziele der Lunar Industries und wenn ja, wie sehen diese aus? Auf welcher Seite steht GERTY, der wie ein entfernter Verwandter von HAL aus Kubricks 2001 – A SPACE ODYSSEY scheint? Wo hört die Technik auf und wo beginnt der Mensch? Wohin führt die Gentechnik?
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| Letzte Aktualisierung ( 17.09.2010 ) |
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GB 2009

