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(USA 2005, 114 Min.) R.: Bennet Miller B: Dan Futterman D.: Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Chris Cooper Der exzentrische Schriftsteller Truman Capote (Frühstück bei Tiffany) - hervorragend gespielt von Philip Seymour Hoffman, der dafür als bester männlicher Hauptdarsteller einen Oscar erhielt! - fährt im Auftrag der Zeitschrift ?The New Yorker? aufs Land, um über den brutalen Mord an einer Familie zu berichten. Doch der Einbruch des Unbegreiflichen in das biedere provinzielle Leben wird dem décadent aus der Weltmetropole zum Stoff für ein neues literarisches Genre: den dokumentarischen Roman. Der schwule, intellektuelle Capote, der mit einer hohen Fistelstimme sprach und in dieser am liebsten ironisch-sarkastische Anekdoten erzählte, wird durch seine offenkundige Andersartigkeit zunächst in der Investigation behindert. Doch dann findet er gerade in ihr das Mittel, über die Zurschaustellung von Mitgefühl Vertrauen zu erwecken. Dies schlägt vor allem bei einem der beiden gefassten Täter an, den er anfängt, regelmäßig im Gefängnis zu besuchen. Der Film untersucht die moralische Zweideutigkeit dieser Situation: für den Verurteilten wird der Schriftsteller zum Seelenfreund und Begleiter auf seiner letzten Wegstrecke. Doch hinter seinem Rücken täuscht dieser ihn und nutzt ihn aus, um einen Sensationsroman zu schreiben.
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| Letzte Aktualisierung ( 10.08.2006 ) |
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Der exzentrische Schriftsteller Truman Capote (Frühstück bei Tiffany) - hervorragend gespielt von Philip Seymour Hoffman, der dafür als bester männlicher Hauptdarsteller einen Oscar erhielt! - fährt im Auftrag der Zeitschrift ?The New Yorker? aufs Land, um über den brutalen Mord an einer Familie zu berichten. Doch der Einbruch des Unbegreiflichen in das biedere provinzielle Leben wird dem décadent aus der Weltmetropole zum Stoff für ein neues literarisches Genre: den dokumentarischen Roman. Der schwule, intellektuelle Capote, der mit einer hohen Fistelstimme sprach und in dieser am liebsten ironisch-sarkastische Anekdoten erzählte, wird durch seine offenkundige Andersartigkeit zunächst in der Investigation behindert. Doch dann findet er gerade in ihr das Mittel, über die Zurschaustellung von Mitgefühl Vertrauen zu erwecken. Dies schlägt vor allem bei einem der beiden gefassten Täter an, den er anfängt, regelmäßig im Gefängnis zu besuchen. Der Film untersucht die moralische Zweideutigkeit dieser Situation: für den Verurteilten wird der Schriftsteller zum Seelenfreund und Begleiter auf seiner letzten Wegstrecke. Doch hinter seinem Rücken täuscht dieser ihn und nutzt ihn aus, um einen Sensationsroman zu schreiben.


