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Kurzinhalt


ImageDavid, Tino und Elyas sind beste Freunde und Graffitiwriter. Zusammen sind sie die Keep Steel Burning(KSB)-Crew. Sie wollen Ruhm und Respekt in der Szene. Um jeden Preis.
Als eine andere Crew in der Stadt auftaucht und die KSBs in ihrer Writer-Ehre verletzt, entbrennt ein hitziger Battle, ein kreativer Wettstreit zwischen den Crews.
Um diese Schlacht um Style und Anerkennung für sich zu entscheiden, planen die Jungs den ganz großen Coup: Zusammen mit Achim, Davids Graffiti-Zögling, wollen sie einen Wholetrain, einen ganzen S-Bahnzug, besprühen. Doch die vier Freunde haben dabei nicht nur die Sonderfahnder der Polizei gegen sich. Für ihre Leidenschaft riskieren sie auch den Konflikt mit ihren Familien, Vaterpflichten, der Schule - und setzen letztendlich ihr Leben aufs Spiel...

Pressenotiz


Florian Gaags Spielfilm-Debüt WHOLETRAIN ist das erste deutsche Kinofilmprojekt, das die Graffiti-Szene realistisch und authentisch thematisiert. Florian Gaag selbst gehörte über mehrere Jahre zur Münchner Graffiti-Szene und studierte an der Tisch School of the Arts / New York University. Für die Gestaltung und Ausführung des Graffiti-Artwork und der Pieces konnte der Regisseur die international bekannten Graffiti-Künstler Won, Cemnoz, Pure, Ciel und Neon gewinnen.

WHOLETRAIN erzählt die Geschichte einer Crew mit vier Jugendlichen, die sich der Graffiti-Szene mit ihren eigenen Werten, Regeln und Codes verschrieben haben. Es geht um Freundschaft, um den Konflikt zwischen den Graffitiwriter mit ihrer Umwelt und um ihre Leidenschaft, die stärker ist als jede Vernunft.

Christoph Müller, Sven Burgemeister und Silke Bacher produzierten dieses Low-Budget-Projekt der Goldkind Film in Zusammenarbeit mit megaherz film und aerodynamic films. Koproduzent, mit Christian Cloos als verantwortlichen Redakteur, ist das ZDF „Das kleine Fernsehspiel", das bereits 1983 beim Graffiti-Kultfilm „Wild Style" beteiligt war. Der FilmFernsehFonds Bayern hat WHOLETRAIN mit 295.000 Euro unterstützt. Gedreht wurde mit einem jungen Debütanten-Ensemble vor und hinter der Kamera an 32 Drehtagen an über 50 Motiven in München und Warschau.

Langinhalt


Graffiti bedeutet mehr als bunte Buchstaben in Sprühdosen-Technik. Viel mehr. Für David, Tino und Elyas – zusammen die Keep Steel Burning- oder KSB– Crew ist das Writen längst zu einer Leidenschaft geworden, einer Manie, die ihr gesamtes Leben bestimmt. Um Fame in der Szene zu erlangen, müssen sie sich täglich aufs Neue beweisen. Dafür sind sie bereit alles zu riskieren: Das Wohlwollen ihrer Familien, ihren Arbeitsplatz, ja selbst die eigene Freiheit.Image

David ist gerade zu einer Jugendstrafe von sechs Monaten zur Bewährung verurteilt worden. Wegen Sachbeschädigung. Sein Bewährungshelfer bemüht sich, den Writer auf die rechte Bahn zu bringen, möchte ihm ein Studium an der Kunstakademie vermitteln. Doch David kann es nicht lassen. Er lebt weiterhin den Traum jedes Graffitiwriters, zeichnet manisch an Vorlagen für neue Pieces, hilft seinen Kumpels David und Tino im Baumarkt Sprühdosen zu klauen und hinterlässt mit ihnen auf Zugfenstern und B änken die Tags oder Kürzel ihrer Crew.

Als Konkurrenz in ihrer Stadt auftaucht, geht es ums Ganze. Eine andere Crew hat einen Wholecar oder Zugwaggon besprüht und die KSB-Crew in ihrer Writer-Ehre herausgefordert: „Euer Style war schon vor zwei Jahren alt". Dass die ATL-Crew es auch noch wagt, die alten Pieces von Tino zu Crossen oder zu übermalen, kommt einer Kriegserklärung gleich: Die Emotionen kochen hoch, die Fäuste fliegen – doch letztendlich zählt das bessere Piece. Gewinnen kann nur, wer den Gegner an Kunstfertigkeit und Originalität mit der Sprühdose übertrifft.

Zusammen mit Davids Zögling Achim beschließt die KSB-Crew zurückzuschlagen: Einen ganzen Zug zu bemalen. Einen Wholetrain. Und so die Krone der Writer für sich zu gewinnen. Dazu müssen sie sich aber nicht nur den Fängen der Zivilfahnder entziehen, die die Graffitiwriter am Bahnhof abpassen, kontrollieren und notfalls mit physischer Gewalt durchsuchen.

Auch sonst geraten Tino, Elyas, David und Achim dauernd in Konflikt mit ihrer Umwelt:
Tino etwa riskiert mit seiner hitzigen, aufbrausenden Art ständig Prügeleien, lässt Mutter und Schwester mit ihrer Sorge um seinen Lebenswandel auflaufen und ist überfordert, als er sich einen Tag und eine Nacht um seinen kleinen Sohn kümmern soll. Schließlich versteht er mehr vom Graffitisprühen als vom Windelnwechseln.

David hat Angst, wieder erwischt zu werden, sich das Wohlwollen seines Bewährungshelfers endgültig zu verscherzen und letztendlich im Knast zu landen. Zudem muss er Elyas davon überzeugen, seinen Schützling Achim als Neuen in der Crew zu akzeptieren: Weil er aus einer reichen Familie kommt, sich als Writer noch keinen Namen gemacht hat, wird er immer wieder zur Zielscheibe von Elyas Angriffen. Für Achim aber ist es das Größte mit der KSB-Crew abhängen zu dürfen: Dafür malt er nachts heimlich Skizzen, schwänzt die Schule und brüskiert seine Eltern, die ihn lieber auf ein Internat schicken w ürden.

So ausgelassen und euphorisch sich die vier Freunde bei HipHop-Musik und Joints zum Skizzen-Austausch treffen – sie stehen unter gewaltiger Anspannung. Ein verdächtiges Klingeln an der Tür reicht aus, um panisch das Zimmer aufzuräumen und alle Beweise ihrer Writer-Tätigkeit ins Klo zu spülen. Fehlalarm hin oder her - die Angst ist ein ständiger Begleiter: Auch nachts, als sich die KSB-Crew maskiert ins Zugdepot schleicht. Tatsächlich tauchen die Sonderfahnder der Graffiti-Einheit auf. David, Tino, Elyas und Achim müssen den halbgesprühten Zug stehen lassen und fliehen fluchtartig über die Gleise.

Nach einer Nacht im angrenzenden Waldstück hat David genug. Er will aussteigen. Doch Tino ist verzweifelt, möchte nicht auf den großen Coup verzichten. Er packt bei seiner Writer-Ehre, überredet ihn, seine Crew nicht im Stich zu lassen. Für den Wholetrain noch einmal alles zu riskieren. Dann platzt mitten in die gemeinsame Grillparty am See eine schreckliche Nachricht: Tino ist tödlich verunglückt. Nachdem die Polizei zur Hausdurchsuchung angerückt war, hatte Tino die Flucht ergriffen und dabei blindlings eine belebte Straße gequert. Die Freunde sind geschockt, bleiben in stummer Trauer zur ück.

David findet seinen eigenen Weg, mit dem Verlust fertig zu werden: Er stellt sich dem Schmerz, besucht Tinos Familie und zieht anschließend durch die Stadt: „RIP Tino" – das sprüht er am helllichten Tag, auf Mauern, Fenster, Geschäfte und Wohnhäuser. Ein Abschiedsgruß und eine Widerstandserklärung. So wie Tino hat er sich entschlossen, seine Leidenschaft zu leben. Weiterzusprühen. Mit allen Konsequenzen. Um zusammen mit der einst verfeindeten ATL-Crew doch noch zu erreichen, was dem verstorbenen Freund alles bedeutet hat. Einen Wholetrain durch die Stadt zu schicken.


LEBENSZEICHEN AUS DEM UNTERGRUND - Graffiti als Teil der HipHop-Kultur


Lange her die Zeiten, als Straßenbrücken, Eisenbahnunterführungen und Industriebrachen Grau in Grau dämmerten, und man lediglich aus dem Fernsehen – oder den Plattenhüllen diverser Rap-LPs – von Ghetto-Jugendlichen in der New Yorker Bronx erfuhr, die mit Krylon-Markern und Spraydosen bunte, schrille, wild wuchernde Kalligraphien produzierten. Auf Züge, Busse, Parkplätze malten, und auch sonst jedes Stück Großstadt-Beton markierten. Es war der visuelle Ausdruck einer subversiven und visionären Inner City Kultur: HipHop. Dazu gehören neben Graffiti noch Breakdance, Rappen und das DJing genannte Mixen mit zwei Plattenspielern. Kunstformen, die sich gegenseitig beeinflussten und ohne einander kaum denkbar wären. Am Anfang waren es oft Randfiguren der Gesellschaft, die ihr Außenseitertum bewusst angenommen hatten und ihre Energie in einen Sport steckten, der zwar als „Sachbeschädigung" galt, im Vergleich mit der sie umgebenden Großstadt-Kriminalität aber ziemlich harmlos wirkte. Sie eroberten ihre Stadt mit anarchischen Namenskürzeln und Farbmarkierungen. Überzogen das Grau mit bunten Schlieren. Writing galt als eine Art Wettbewerb und die Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs dienten ihm als Spielmaterial - Tag oder Nacht, wo auch immer sie standen: Egal ob ein Bus in ein Depot einfuhr, ein Zug kurz am Bahnhof hielt, oder eine U-Bahn im Tunnel abgestellt wurde – solange sie bemalbare Oberflächen hatten, konnten sie nicht der kreativen Wut der Writer und Spraydosen-Künstler entgehen. Oder wie es der Rapper Pete Nice von 3rd Base ausdrückt: „Hopped on the railroad/ played the conductor/ everywhere I went/ I always tucked a marker in my jacket/ tagged it where I went/ cuz we're just the / products of the environment…". Das war Mitte der siebziger bis Ende der achtziger Jahre. Heute sind die tausenden von bunt bemalten U-Bahn-Wägen, die einst New York durchrollten, längst einer massiven Ordnungskampagne der Behörden zum Opfer gefallen. Die Depots werden strengstens bewacht. Bemalte Züge sofort gereinigt. Doch auch wenn die Graffiti-Künstler sich neue Wirkungsorte suchen mussten: Ihr Vorbild inspiriert immer noch Jugendliche von Brasilien bis Südafrika, von Thailand bis Polen, mit Farbdosen bewaffnet aus der Unsichtbarkeit herauszutreten, anonymen Ruhm zu erlangen und sich jenseits akademischer Normen auszudrücken. Graffiti ist von diesem Planeten nicht mehr wegzudenken: Wenn Rap und DJ-Techniken den Pop grundlegend verändert haben, dann hat der visuelle Aspekt der Ghetto-Kultur unsere Sehgewohnheiten revolutioniert. Postergraphiker, Flyer-Designer, Bühnenbildner, Videoregisseure, ja selbst die Art Direktoren führender Lifestyle-Magazine nützen heute die Bildsprache der, mit Spraydosen und Filzstiften bewaffneten Kunst-Guerilla. Aber alles der Reihe nach: Bereits Ende der 60er Jahre hatten vor allem afroamerikanische und puertoricanische Jugendliche in New York begonnen, sich durch so genannte „tags" - flamboyante Kürzel und Nom de Guerres – einen Namen zu machen. Mit Filzstiften markierten sie ihr imaginäres Revier. So galt es nicht nur möglichst viele dieser tags zu hinterlassen – sondern auch durch immer phantasievollere Kalligraphien und Ausschmückungen zu beeindrucken. Später wurden die Buchstaben dank Aerosol-Sprühfarben immer dicker, bunter und größer. Cartoon-Figuren, Hintergrundwolken und dreidimensionale Graphik kam hinzu. Die anonymen Writer lieferten sich – ähnlich wie die Rapper mit ihren Reimkünsten - qualitative wie quantitative Schlachten um die beeindruckendsten Pieces. Ihre „Battle"-Kultur folgte dabei organisch gewachsenen Mustern: Kreativer Wettstreit charakterisierte schon immer die urbane afroamerikanische Kultur, expressionistische Ausdrucksformen von Jazz bis Rap dienten den Ghetto-Jugendlichen, um selbst miserablen Lebensumständen ihre Selbstbestätigung abzuringen. Etwa im verbalen Schlagabtausch namens The Dozens – einem rituellen Wettstreit um die originellste Beleidigung des Gegenübers. Mehr als die Story zählt dabei das Storytelling: die kreative und übermütige Verwendung von Wortspielen, Gleichnissen, Metaphern und anrüchigstem Slang. Ziel bleibt es, den Konkurrenten herauszufordern. HipHop und Graffiti haben diesen „Battle"-Gedanken übernommen. Wenn Rap in erster Linie als verbales Duell verstanden werden muss, wer als „the Baddest" gilt, dann haben die Writer den Wettbewerb und dessen phantasievolle, erotisch bis gewalttätig aufgeladene Sprache, ins Visuelle übersetzt. Immer verschnörkeltere und phantasievollere Graffiti bedeckten ganze U-Bahn-Waggons (Whole Cars) oder gar Züge (Whole Trains). Man begutachtete die Kunstwerke der Rivalen auf den vorbeifahrenden Zügen, beurteilte deren Technik und Originalität und versuchte selbst entsprechenden Respekt zu gewinnen – auch wenn oft nur ein Foto von der mühsamen und gefährlichen Nacht-und-Nebel-Aktion blieb. Dabei zählten Rasse und soziale Herkunft wenig, das Kunstwerk und der persönliche Mut alles. Die meisten Writer blieben als Personen unsichtbar, ernteten ihren Ruhm im Radius ihrer eigenen Subkultur – und ließen sich bestenfalls auf HipHop-Jams und Breakdance-Wettbewerben feiern. In der öffentlichen Wahrnehmung galten die Graffiti-Künstler dagegen als gefährliche und gesetzlose Vandalen. Weil die Beseitigung ihrer „Schmierereien" Bahnbehörden und Hauseigentümer Millionensummen kostet, wurden sie erbarmungslos von Polizei und Justiz verfolgt, und werden es immer noch. So teilen alle Writer dieselbe Angst, erwischt zu werden, Geld-, Haft- oder Prügelstrafen zu kassieren. Viele folgen immer noch den Codes der New Yorker Pioniere: Die klauten ihre Spraydosen aus Prinzip und fanden immer neue Wege, sich trotz verstärkter Kontrollen, Wachposten und Sicherheitszäunen gruppenweise in U-Bahnhöfe und Zug-Depots zu schmuggeln. Um unter extremer psychischer Anspannung und oft lebensgefährlichen Umständen Kunstwerke zu schaffen, deren einzige Belohnung der Triumph war, sein Piece eventuell durch den Bahnhof rollen zu sehen.

Die Dokumentation „Wild Style" versuchte 1982 erstmals das Lebensgefühl des HipHop einzufangen und erhellte manchen Klischees zum Trotz die Verbindung zwischen dem Phänomen Graffiti und den neuen Tanz- und Musikmoden auf den Straßen New Yorks. Wer wusste bis dahin, wie viele Breakdancer, DJs und Rapper (von Afrika Bambaataa über KRS-One bis zu Rammelzee) als Sprayer begannen? Und wie sehr dessen Wettbewerbs-Ethik auf den jungen HipHop abfärbte? So rapt etwa KRS-One in "Build Ya Skills": "I rock the microphone/ and take you to the streets with a Krylon/ clicka clacka clicka clacka/ take a spray can and slap a wack rapper…". Vor allem aber begeisterte „Wildstyle" Jugendliche weltweit für die Sprühdosen-Ästhetik der New Yorker Subkultur. Auch in Deutschland, wo schon bald besprühte S-Bahnzüge durch die Großstädte rollten. Heute ist die Graffiti-Szene in Deutschland mit die größte und aktivste weltweit. Ihre Aktivisten haben schon früh zu einer eigenen Formensprache und einem originären Stil gefunden, der wiederum die New Yorker Pioniere und deren Nachfolger beeinflusste. Verbot hin, Sachbeschädigung her: Graffiti eroberte als visuelle Spielart des HipHop die letzten weißen – oder besser grauen – Flecken des Globus: Zu faszinierend waren die Bilder der zu rollenden Leinwänden mutierten New Yorker U-Bahn-Züge. Zu attraktiv die Vorstellung aus der Fabrikmauer um die Ecke ein Kunstwerk zu machen. Graffiti. Nach dreißig Jahren verstehen Jugendliche rund um die Welt ihre Codes. Hat sich aus den ursprünglichen Filzstift-Markierungen in der Bronx die gemeinsame, wortlose Formsprache der Generation HipHop entwickelt. Ein Virus, den keine Sanktion, keine Reinigungsmaßnahme, aufhalten konnte. Für kurze Zeit sah es gar so aus als könnte Graffiti selbst die Hochkultur erobern: Dank solcher Künstler und Marketing-Talente wie Fab Five Freddie oder Jean-Michel Basquiat gerieten Graffiti-Werke in den 70ern kurzfristig in die Downtown-Galerien New Yorks, interessierte sich die Punk-Szene für diese aggressive, lebendige Anti-Establishment-Kunstform. Später entdeckte auch die HipHop-Industrie den Vermarktungswert von Graffiti - und die klischeehaften Derivate nahmen überhand. Für die sich immer wieder erneuernde Sprayer-Szene aber bleibt Graffiti ein Territorium mit ganz eigenen Gesetzen. Ein Wettbewerb, der einem über Nacht sowohl Fame - als auch die Rache der Justiz einbringen kann. Eine Kunst, die sich jeder marktwirtschaftlichen Vereinnahmung versperrt und deren oberste Regel Respekt lautet. Die Achtung vor der Originalität des anderen. Wer etwa einen fremden Stil kopiert oder gar das Kunstwerk eines Konkurrenten übermalt muss mit heftigen, oft gewalttätigen Reaktionen rechnen. Und je abwegiger und verbotener die Malfläche liegt, desto größer der Fame des Künstlers. So bleiben Graffiti schrille Ausrufezeichen, die den Seelenfrieden und das Rechtsempfinden der Mitbürger herausfordern. Immer noch erinnern sie an den widerständigen Geist der HipHop-Anfänge: Damals als DJs und Rapper eine neue rohe Straßenmusik erfanden, und ehrgeizige Nobodies mit Spraydosen und Filzmarkern loszogen, um der restlichen Gesellschaft von ihrer Existenz zu künden – ob der das passte oder nicht: „Du musst rausgehen", hat es die New Yorker Graffiti-Legende Lee Quinones vor über zwanzig Jahren auf den Punkt gebracht, „malen und dich einen Outlaw nennen lassen ".


Pressestimmen


"Wenn Sie sich erst einmal auf WHOLETRAIN- vordergründig die Geschichte zweier rivalisierender Sprayergangs - einlassen, wird Sie dieser Film so schnell nicht mehr los lassen! Unverbrauchte Gesichter, ein famoser Soundtrack und vor allem eine authentisch erzählte Story, die auch eine Menge Allgemeingültiges über Alltagsprobleme von jungen Menschen hierzulande aussagt, die anders sind oder zumindest scheinen, als es in die oft klein karierten Hirne von Staatsmacht und Bildungsbürgertum hineingeht, sei Dank."
kulturküche, 02/06

"Überhaupt gehört WHOLETRAIN zu den 'Perspektive-Beiträgen, die Pathos und Emotionen nicht mit Understatement herunterspielem. Vielleicht weil Gaag selbst Sprüher war, hält er sich nicht lange mit Einführungen auf, sondern erzählt direkt drauf los. Dazu wummern die Basse seiner selbst geschriebenen Raps. Die Sprüher würden sagen:''n totaler Burner, Alter!' In der Sprache der Filmkritik: ein Höhepunkt des Programms."
Tagesspiegel 02/06

"Mit viel Herz taucht der Erstlingsfilm von Quereinsteiger Florian Gaag mit seinen Figuren gemeinsam in die Nacht, die ihnen ihr Leben bedeutet -..."
Frankfurter Rundschau 02/06

"Authentisch, rasant, ruppig (...) WHOLETRAIN ist der überzeugendste Streifen der Sektion."
3 Sat Kulturzeit 02/06

Letzte Aktualisierung ( 08.12.2006 )
 
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