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Tödliche Entscheidung | Tödliche Entscheidung |
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Fünf Mal wurde er für den Oscar nominiert, erhielt diesen aber erst im Alter von 80 Jahren für sein Lebenswerk. Sidney Lumet ist zweifellos einer der ganz Großen seines Fachs. Das untermauert er auch mit seinem neusten Film Tödliche Entscheidung – Before the Devil knows You’re Dead, in dem er eine erschütternde Familientragödie vor dem Hintergrund eines klassischen Heist-Plots ablaufen lässt. Das Drehbuch von Kelly Masterson blickt mit beängstigender Klarheit in menschliche Abgründe. In der Hauptrolle brilliert einmal mehr Philip Seymour Hoffman. FILMKRITIKProlog: In einem luxuriösen Hotelzimmer betrachtet ein dicklicher, bleicher Mann sich selbst dabei im Spiegel, wie er seine Frau von hinten nimmt. Dies mag der Moment sein, für den er alles zu riskieren wagte und den er sich im Augenblick seines Todes zurückwünscht. Andy Hanson braucht Geld. Er möchte sich mit seiner Frau Gina nach Rio absetzen, wo die beiden im Urlaub ein unverhofftes Wiedererwachen ehelichen Glücks erlebt haben. Daheim in New York treiben die Kälte und Leere einer materialistischen Existenz und das alltägliche Unglück, sich allein nicht genug zu sein, sie auseinander -- und Andy in die lautlose Höhenluft eines Luxusapartments, wo sich ausgebrannte Geschäftsmänner vor dem ergreifenden Panorama Manhattans auf dem Rücken ausgestreckt einen Schuss setzen lassen. Um diese teure Flucht immer wieder bezahlen zu können, hat Andy jahrelang seine Firma bestohlen. Ob er das Geld zurückzahlen oder sich mit Gina für immer nach Rio absetzen will - in jedem Fall braucht er hunderttausende von Dollars.Die Finger schmutzig machen können sich aber andere. Zum Beispiel sein jüngerer Bruder Hank, der auch Geld braucht, weil er bei seiner Ex mit Unterhaltszahlungen im Rückstand ist und die teure Schule seiner Tochter nicht bezahlen kann. Andy schlägt ihm vor, den Juwelierladen der Eltern in der Vorstadt auszurauben. Nichts soll schiefgehen können, niemand zu Schaden kommen, der Laden ist versichert. Der einzige Haken: Hank soll die Sache alleine ausführen. Und Hank ist ein Versager. Nachdem alles in die Hose gegangen ist und die Lage ausweglos erscheint, sieht man Hank in Fötusstellung auf dem Bett liegen und am Telefon seiner Tochter in weinerlichen Tönen erklären, warum er das Geld für die Klassenfahrt nicht zahlen konnte. |
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| Letzte Aktualisierung ( 20.06.2011 ) |
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USA 2007 

